Mehr Zeit als Leben

Verlag Merker im Effingerhof Lenzburg, 1996

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ISBN

3-85648-117-6

Genre

  1. Erzählungen
Mehr Zeit als Leben sind Geschichten über Liebe und Lethe – über das, was uns bleibt, und über das, was vergessen geht. „Die Liebe genauso wie der Tod –“, schreibt der Autor, „erzwingt geradezu die Erfindung des Lebens“.

Max Dohner erfindet das Leben mit einer Vielfalt an Klängen und Figuren. Zart und melancholisch (Das Riesenrad), dramatisch im Untergang (Das Erdbeben), bitterspöttisch (Nocturne an die Unbekannte), gelassen und heiter (Der Totenanwalt), grotesk, doch realistisch (Der Würger von Texmex und Francesca). Dabei begegnen wir unaufdringlich drei Figuren immer wieder Flavio, Ronec und Yurina, wodurch sich, versteckt in der Reihe der Geschichten, drei Miniatur-Romane entwickeln.

Dohners Geschichten sind geprägt von Vitalität, Einfallsreichtum und Dichte. Manche der Figuren wachsen ans Herz, andere verstören das Denken, wieder andere bereiten rundweg Vergnügen. Dohner ist scharf in der Satire, kühl im Grauen, lyrisch in der Klage. Er forscht in Kopf und Seele und formuliert, was er findet, stets mit dem richtigen Ton, mit Ironie, mit nachhaltigen Gefühlen.

FACTS, 11. Juli 1996

Einige Geschichten in dieser Sammlung sind Bijous. Man spürt beim Lesen die grosse Lebenserfahrung Dohners. Stets präsent sind auch seine Liebe zu seinen Figuren; sein gutes Gefühl für Spannung; seine Freude an den kleinen Katastrophen des Lebens; auch sein Stilgefühl.

SCHWEIZER FAMILIE, 15. August 1996

Soviel hintersinniger Humor, erfrischender Zynismus und Spass am Fabulieren überrascht hierzulande und tut wohl. Dohners Geschichten sind Perlen, stilsicher aufgereiht und gekonnt verknüpft. Hier hat einer Lust am Geschichtenerzählen. Und wir hören gerne zu

NEUE ZÜRCHER ZEITUNG, 18. Januar 1997
Die Figuren sprechen immer etwas verschlüsselt – sie eröffnen den Blick auf fernere Horizonte. Immer aber sind diese bitterschönen Geschichten Keimzellen geheimnisvoller Biographien. Narr und Weiser scheinen sich hier zu verschwistern.

ZÜRICHSEE-ZEITUNG, 26. Oktober 1996

Wenn wir daran denken, wie wenig die Literaturkritik in der Schweiz von den einheimischen Autoren hält, die irgendwo zwischen Heimatstil und Besserwisserei angesiedelt werden – hier haben wir sicher einen Autor vor uns, der weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung verdient.

DER BUND, 18. Januar 1997
Dohner verfügt über diverse stilistische Möglichkeiten und kann sich in verschiedenen Milieus bewegen – ein Eindruck, für den man in der Schweizer Literatur immer dankbar ist. Immer bleibt die Spannung gewahrt, auch in nachdenklichen, reflektierenden Passagen: Die Erzählungen leben.

WIENER ZEITUNG, 14. Februar 1997

Max Dohner schöpft für seine Prosa aus reichhaltigem Erleben. Umgangssprache – auch deftige wenn es die Geschichte verlangt – ist ihm genauso Stilmittel wie der klassisch nüchterne Erzählton. Mit Max Dohner ist ein grossartiger Autor zu entdecken.

TAGES ANZEIGER/ZÜRITIP, 5. Februar 1998
Mit Ausdruckskraft und viel Gefühl für Spannung erzählt Max Dohner Geschichten voll prallem Leben. Mit Wonne durchkreuzt er gewohnte Denkmuster seiner Leser.

LIMMATTALER TAGBLATT, 31. März 1998

Warnung: Diesen Mann zu kennen, bereitet fortschreitendes sinnliches Vergnügen.

AARGAUER TAGBLATT, 8. Juni 1996

Der Einfallsreichtum sitzt hier der Realität eng an. Es kommt so eine Poesie zum Tragen, die durch ihre Überschwenglichkeit ebenso überrascht, wie sie durch sensible Beobachtung der Alltagswirklichkeit anrührt. Ich klappe das Buch mit dem guten Gefühl zu, eine reiche Palette von farbigem Dasein vorgeführt erhalten und aufgenommen zu haben.